Vereinte Nationen
Wadephul: Mit Zuversicht in Wahl für UN-Sicherheitsratssitz
3.06.2026, 14:44
Außenminister Johann Wadephul hat sich unmittelbar vor Beginn der Wahlen für künftige Plätze im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) optimistisch zu einem Erfolg Deutschlands gezeigt. «Wir gehen mit Zuversicht, mit guten Gefühlen in diese Abstimmung», sagte der christdemokratische Politiker mit Blick auf die um 16.00 Uhr (MESZ) beginnende Abstimmung über die frei werdenden nicht ständigen Sitze im mächtigsten Gremium der Weltorganisation in New York. «Heute ist ein wichtiger Tag für die Vereinten Nationen, aber natürlich auch für Deutschland.»
Bei der Wahl erwarten viele eine Zitterpartie für die Bundesrepublik. Neben Deutschland bewerben sich mit Österreich und Portugal für den Zeitraum 2027/2028 zwei kleinere Länder um die zwei frei werdenden Sitze der Regionalgruppe «Westeuropa und andere» im Sicherheitsrat.
Auf die Frage, ob er vor einer auch für ihn persönlich derart wichtigen Entscheidung nervös sei, antwortete Wadephul: «Ich fühle mich konzentriert. Und ich fühle mich und unser Team gut vorbereitet. Und mit zusätzlich Gottvertrauen, was mir persönlich wichtig ist, gehe ich ganz ruhig jetzt in diesen Abstimmungsprozess.» Als jemand, der schon einige Jahre Politik mache, wisse er, «dass demokratische Prozesse dazugehören und dass man dann, wenn man sich gut vorbereitet hat und wenn man für das Vertrauen gearbeitet hat, auch gute Chancen hat, Zustimmung zu bekommen».
Wadephul: Faire Auseinandersetzung mit Österreich und Portugal
Der Bundesaußenminister ergänzte, die Mitbewerber Österreich und Portugal «haben sich mit uns eine faire und gute Auseinandersetzung geliefert». Unabhängig vom Wahlergebnis seien beide Länder «wirklich eng befreundete europäische Staaten und Regierungen».
Wadephul dankte seinem Team für die intensive Vorarbeit. «Mein erstes Jahr als Außenminister war davon geprägt, alles dafür zu tun, dass wir das notwendige Vertrauen der Staatengemeinschaft heute erringen können.» Er habe aufbauen können auf die Vorarbeit seiner Vorgänger. Deswegen könne er in aller Ruhe und Zuversicht sagen: Deutschland habe ein gutes Angebot und sei «bereit, Verantwortung zu übernehmen in diesem wichtigsten Gremium, das sich verantwortlich fühlt für Friedenssicherung und für die internationale Sicherheit und das ja an zahllosen Schauplätzen der Welt weiter gefordert sein wird».