Konferenz zu Energiesicherheit
Wadephul: Können vom Know-How der Ukraine lernen
19.05.2026, 14:07
Außenminister Johann Wadephul sieht das Krisenmanagement in der Ukraine angesichts russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur als Vorbild. «Erfolglos versucht Russland die Ukraine seit über vier Jahren in den Blackout zu treiben. Das Gegenteil ist seither eingetreten», sagte der CDU-Politiker vor einer internationalen Konferenz zur Energiesicherheit in Berlin laut gemeinsamer Mitteilung von Auswärtigem Amt und Bundeswirtschaftsministerium.
Die Ukraine habe unter Druck eine beeindruckende Anpassungs- und Innovationsfähigkeit unter Beweis gestellt, sagte Wadephul. Deutschland könne vom Know-how und der Resilienz der Ukraine lernen, um die eigene kritische Energieinfrastruktur zu stärken.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte laut Mitteilung, Russlands grausames Vorgehen gegen die Ukraine zeige, wie Angriffe auf die Energieversorgung gezielt gegen die Bevölkerung gerichtet werden können. Die Ukraine beweise täglich ihre Entschlossenheit, die Widerstandsfähigkeit ihrer Infrastruktur zu stärken.
Bei der Konferenz kommen unter anderem Vertreter von G7, EU, Nato, Wirtschaftsverbänden sowie aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um aus den Erfahrungen der Ukraine Lehren für die Energieinfrastruktur zu ziehen. Auch der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal ist dabei.