Notfälle

Weltkriegsbombe in Pforzheim – 30.000 Menschen evakuiert

17.05.2026, 09:01

In Pforzheim ist eine 1,8-Tonnen-Bombe entdeckt worden. Rund 30.000 Menschen mussten bis 8.00 Uhr den Sperrradius um die Fundstelle verlassen. Wie verläuft der Einsatz?

Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Pforzheim nordwestlich von Stuttgart haben am Morgen rund 27.000 bis 30.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen. Mittlerweile kontrolliert die Feuerwehr, ob alle Anwohner im Sperrradius der Aufforderung nachgekommen sind, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Dies könne mehrere Stunden dauern. 

Wann genau am Tag die 1,8 Tonnen schwere Bombe entschärft werde, stehe bislang nicht fest. Bisher laufe die Evakuierung nach Plan, so der Sprecher. 

Die reine Explosivstoffmasse der Bombe beträgt rund 1,35 Tonnen. Betroffen ist ein Radius von 1,5 Kilometern rund um die Fundstelle. Die Bombe vom Typ HC-4000 wurde der Stadt zufolge bei Bauarbeiten in der Oststadt gefunden.

Einschränkungen im Bahnverkehr - Autobahn frei

Von den Maßnahmen ist ein Teil der Innenstadt betroffen, auch der Bahnverkehr in Richtung Karlsruhe und Stuttgart wird stark eingeschränkt. Der ÖPNV fällt zum Teil aus. Die Autobahn hingegen ist nicht betroffen und kann befahren werden. Auch das Helios-Krankenhaus sei nicht betroffen, hieß es.

Die Weltkriegsbombe war bei Bauarbeiten entdeckt worden. «Es besteht derzeit keine akute Gefahr für die Bevölkerung», hatte die Stadt erklärt. Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) sagte laut einer Mitteilung: «Unsere Stadt steht vor einer außergewöhnlichen Herausforderung – und sie ist gut darauf vorbereitet.» Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Kampfmittelbeseitigungsdienst arbeiteten mit höchster Professionalität.