Sipri-Bericht

Friedensforscher: Rekord bei globalen Militärausgaben

27.04.2026, 09:46

Die Welt befindet sich im Krisenmodus - und die Militärausgaben spiegeln das wider. 2025 stiegen sie im elften Jahr in Folge. Deutschland steckte in Europa am meisten Geld in sein Militär.

Im Schatten eskalierender Kriege und Konflikte auf der Welt haben die globalen Militärausgaben im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreicht. Einem Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri zufolge stiegen sie 2025 inflationsbereinigt um 2,9 Prozent an. Innerhalb eines Jahrzehnts kletterten sie demnach sogar um 41 Prozent. 

Alle Staaten wandten 2025 zusammen knapp 2,89 Billionen US-Dollar (knapp 2,47 Billionen Euro) für das Militär auf. Allerdings fiel der Anstieg geringer aus als 2024. Das führten die Forscher auf einen Rückgang der US-Militärausgaben zurück. Der Hauptgrund: die ausbleibenden Hilfen für die Ukraine.

Europa treibt Aufrüstung voran - Deutschland investierte am meisten

Dass die globalen Militärausgaben 2025 insgesamt erneut gestiegen sind, ist laut Sipri vor allem der Aufrüstung in Europa geschuldet. Deutschland landete im vergangenen Jahr auf Platz vier der Rangliste der Länder mit den höchsten Ausgaben - hinter den USA, China und Russland, aber vor allen anderen europäischen Staaten.

Auch Russland und die Ukraine gaben im vierten Jahr des Kriegs erneut mehr Geld für das Militär aus. In der Ukraine machten die Militärausgaben ganze 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus - ein noch größerer Anteil als 2024.

Der jährlich erscheinende Sipri-Bericht gilt als weltweit umfassendste Datensammlung zu den Militärausgaben der Länder. Die Friedensforscher zählen auch Aufwände für Personal, Militärhilfen sowie militärische Forschung und Entwicklung zu den Ausgaben.