17 Städte stimmen ab
Umfrage: Mehrheit in Rhein-Ruhr für Olympia-Bewerbung in NRW
16.04.2026, 12:59
Kurz vor Abschluss der Bürgerentscheide in der Rhein-Ruhr-Region zeichnet sich laut einer aktuellen Umfrage eine Mehrheit für eine Olympia-Bewerbung in Nordrhein-Westfalen ab. 54 Prozent der Menschen in den 17 Bewerberstädten befürworten eine Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044, wie aus dem aktuellen «NRW-Check» des Forsa-Meinungsforschungsinstituts im Auftrag 39 nordrhein-westfälischer Tageszeitungen hervorgeht.
38 Prozent haben sich in der Umfrage, für die vom 7. bis 14. April 1.531 Menschen über 16 Jahre, darunter 400 Bewohnerinnen und Bewohner aus den 17 Bewerberstädten, befragt wurden, indes gegen eine gemeinsame Bewerbung für Olympia in NRW ausgesprochen. Acht Prozent machten keine Angabe. Landesweit sprachen sich 48 Prozent für eine gemeinsame Olympia-Bewerbung aus, während 39 Prozent dagegen waren.
Mehr als vier Millionen Menschen in NRW gefragt
In den 17 beteiligten Städten wird noch bis Sonntag über eine Beteiligung der jeweiligen Kommune an der NRW-Bewerbung «KölnRheinRuhr» abgestimmt. Insgesamt sind mehr als vier Millionen Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland wahlberechtigt. Die Bewerberstädte sind Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal.
Eine Zustimmung zur Bewerbung in NRW wäre noch keine Entscheidung für Olympische und Paralympische Spiele. Parallel bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin für eine Ausrichtung. In München gab es bereits ein positives Votum, in Hamburg steht die Abstimmung am 31. Mai an. In Berlin stimmt nur das Abgeordnetenhaus ab. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September über den deutschen Bewerber und geht davon aus, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) frühestens 2027 eine Entscheidung trifft.