Außenhandel
Deutschland importiert mehr seltene Erden
14.04.2026, 14:24
Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr mehr seltene Erden importiert als im Jahr zuvor. Bei einer um 4,9 Prozent gewachsenen Einfuhrmenge von 5.500 Tonnen der begehrten Metalle ging aber der China-Anteil um gut zehn Punkte auf 55,4 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die deutschen Direkt-Importe aus China sind damit aber immer noch höher als der EU-Schnitt von 46,8 Prozent.
Der tatsächliche China-Anteil dürfte noch weit höher liegen, weil die beiden anderen wichtigen Herkunftsländer die begehrten Rohstoffe nur verarbeiten: Österreich mit einem Importanteil von 20,0 Prozent und Estland mit 10,9 Prozent. Die ursprüngliche Herkunft sei nicht nachweisbar, so das Amt.
Als seltene Erden werden spezielle Elemente bezeichnet, die zur Herstellung von Hochtechnologieprodukten wie Akkus, Halbleiter oder Magneten benötigt werden. Der Abbau der darunter gefassten Elemente erfolgt allerdings kaum in Deutschland und der EU – entsprechend groß ist die Abhängigkeit vom Import. Bei einzelnen Stoffen ist der Anteil Chinas an den Importen in die EU sehr hoch. So kamen 3.700 Tonnen von insgesamt 3.800 Tonnen der importierten Lanthanverbindungen (97,3 Prozent) 2025 aus China.