Arbeitsmarkt

Job-Hopping verliert an Beliebtheit

14.04.2026, 14:28

Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage nimmt die Wechselbereitschaft von Arbeitnehmern ab. Das hat eine Befragung des Instituts Forsa ergeben.

Job-Hopping verliert an Beliebtheit. Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage hat die Wechselbereitschaft von Arbeitnehmern tendenziell abgenommen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Hamburger Karriereplattform Xing, für die das Meinungsforschungsinstitut Forsa etwa 3.400 Beschäftigte befragt hat. Job-Hopping bezeichnet häufige Stellenwechsel. 

Demnach plant etwa jede und jeder Dritte (34 Prozent) einen Wechsel oder ist offen für den Schritt, wie es in der jährlichen «Wechselbereitschaftsstudie» heißt. 2025 lag der Wert noch bei 36 Prozent. In Vorjahren äußerten 37 Prozent der Befragten die Überlegung, ihren Arbeitgeber zu verlassen. 

Julian Stahl, der sich bei Xing mit dem Arbeitsmarkt beschäftigt, sagte: Geopolitische Spannungen hätten zugenommen, Technologien entwickelten sich rapide, und die Wirtschaft leide unter einer Flaute. Das führe zu dem Wunsch nach Stabilität im Arbeitsleben.

Bereitschaft schwankt mit Alter

Auffällig ist, dass die Wechselbereitschaft je nach Alter unterschiedlich ausfällt: Die Werte schwanken zwischen 17 und 44 Prozent. Je jünger Beschäftigte sind, desto eher können sie sich einen anderen Arbeitgeber vorstellen. 

Die Veränderungsbereitschaft der Babyboomer, die von Forsa den Jahrgängen 1946 bis 1964 zugeordnet worden sind, hat gegenläufig zugenommen: 17 Prozent können sich einen Wechsel vorstellen. Das entspricht einem Plus um zwei Prozentpunkte. 

Forsa hat zwischen dem 15. Dezember 2025 und dem 8. Januar 2026 abhängige Beschäftige von 18 bis 67 Jahren befragt. Abhängige Beschäftigte sind Angestellte und Arbeiter.