Tarifrunde bei der Bahn

Fünfte Tarifrunde bei der Deutschen Bahn angelaufen

23.02.2026, 15:46

Letzte Chance auf Einigung vor dem Ende der Friedenspflicht: In der Tarifauseinandersetzung zwischen Bahn und Lokführergewerkschaft GDL läuft die entscheidende Runde. Ab März sind Warnstreiks möglich.

In der Tarifauseinandersetzung zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die letzte Verhandlungsrunde vor dem Ende der Friedenspflicht begonnen. Seit dem Vormittag sitzen beide Seiten wieder am Verhandlungstisch, wie die Bahn mitteilte. Die Gespräche sind bis einschließlich Freitag angesetzt. Kommt bis dahin keine Einigung zustande, drohen ab März Arbeitskämpfe mit erheblichen Einschränkungen für den Bahnverkehr in Deutschland. 

Es ist die fünfte Gesprächsrunde. Der Tarifvertrag ist Ende Dezember ausgelaufen. Bis einschließlich Februar gilt eine Friedenspflicht, während der die GDL keine Warnstreiks durchführen kann. 

Die Gewerkschaft fordert unter anderem 8 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. 3,8 Prozent davon sollen über eine Entgelterhöhung erzielt werden. Die weiteren Erhöhungen will die Gewerkschaft über Umstrukturierungen im Tarifsystem erreichen, etwa mit der Einführung einer neuen Tarifstufe.

Die Deutsche Bahn hat in der vergangenen Runde ein erstes Angebot vorgelegt. Insgesamt sieht es eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,8 Prozent in zwei Schritten vor. Über Anpassungen im Tarifsystem sollen die Gehälter zudem um weitere 2,2 Prozent steigen. Dabei ist eine von der GDL geforderte zusätzliche Entgeltstufe berücksichtigt. Außerdem bietet die bundeseigene Bahn eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro an. 

Deutliche Differenzen gibt es bei der Laufzeit. Die Arbeitgeberseite dringt auf 30 Monate, die GDL hält an 12 Monaten fest.