Prozesse

Deutschland besorgt um Hongkonger Aktivist Jimmy Lai

9.02.2026, 15:32

20 Jahre Haft für Jimmy Lai - die hohe Strafe für den Hongkonger Aktivisten und Verleger besorgt auch Deutschland. Der Kanzler will das Thema nicht vergessen, wenn er demnächst nach China reist.

Die Bundesregierung hat die jahrzehntelange Haftstrafe verurteilt, zu der der Demokratieaktivist und Verleger Jimmy Lai in Hongkong verurteilt wurde. «Die Bundesregierung betrachtet das mit großer Sorge», sagte Sprecher Stefan Kornelius in Berlin. Der Medienmogul war zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Im Dezember war Lai wegen Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und der Veröffentlichung aufrührerischer Publikationen schuldig gesprochen worden.

Das Thema werde auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf einer demnächst bevorstehenden China-Reise begleiten, sagte Kornelius. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts verwies auf die Mahnungen, die die Bundesregierung bereits im Dezember an die Hongkonger Behörden gerichtet hatte.

Lai gilt als Symbol der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone. «Wir fordern die Hongkonger Behörden auf, die Rechte und Freiheit zu achten», bekräftigte der Sprecher von Außenminister Johann Wadephul (CDU). Der Sprecher verwies auch auf die fragile Gesundheit des 78-jährigen Verlegers.