Kriminalität

Bundesverkehrsministerium prüft besseren Schutz von Bahn-Mitarbeitern

6.02.2026, 15:34

Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz hat Entsetzen ausgelöst. Wie kann der Schutz von Bahn-Mitarbeitern verbessert werden?

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz sieht das Bundesverkehrsministerium verschiedene Möglichkeiten für einen besseren Schutz von Bahnmitarbeitern. Ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sagte in Berlin, man habe erste Erfahrungen mit dem Einsatz von Bodycams gesammelt. Diese freiwillig getragenen Kameras wirkten «deeskalierend» und schützten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem nannte der Sprecher die Möglichkeit, Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter nur noch zu zweit einzusetzen.

Bahnchefin Evelyn Palla hat angekündigt, zu einem Sicherheitsgipfel in den nächsten Tagen einzuladen. Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz hatte deutschlandweit Entsetzen ausgelöst. Der 36 Jahre alte Bahnmitarbeiter war bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress von einem Mann ohne gültiges Ticket mit Schlägen attackiert worden. Er verlor das Bewusstsein und starb später in einer Klinik. Der mutmaßliche Täter, ein 26 Jahre alter griechischer Fahrgast, sitzt in Untersuchungshaft. 

Der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, hatte nach dem Angriff von den Ländern vor allem Geld für eine Doppelbesetzung in Regionalzügen gefordert. Ziel sei es, dass Beschäftigte nicht mehr allein im Zug unterwegs sein müssen.