Konjunktur
Kauflaune steigt, aber Unsicherheiten bleiben
28.01.2026, 10:45
Die Konsumlaune der Menschen in Deutschland hat zum Jahresanfang zugelegt. Das Konsumklima der Nürnberger Forschungsinstitute GfK und NIM prognostiziert für Februar im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg von 2,8 Zählern auf -24,1 Punkte. Demnach erwarten die Verbraucherinnen und Verbraucher bessere Einkommen und sind wieder eher bereit, mehr Geld auszugeben.
Der höhere Mindestlohn und gesunkene Inflationsängste belebten die Einkommenserwartungen, erklärt der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. Der Indikator stieg im Januar um 12 Zähler auf 5,1 Punkte. Auch die Anschaffungsneigung nahm um 3,5 Zähler auf -4,0 Punkte zu.
Trendwende bleibt fraglich
Die Forschungsinstitute befragen für das Konsumklima monatlich Verbraucher zu ihrer Stimmung, darunter zu den Einkommenserwartungen für die nächsten zwölf Monate, der Sparneigung und der Anschaffungsneigung.
Auch wenn das Konsumklima für Februar einen Anstieg sieht, das Niveau bleibt laut Bürkl niedrig. Und ob sich der positive Trend in den nächsten Monaten fortsetzt, bleibe abzuwarten. «Die anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie eine Eskalation der Handelskonflikte könnten die Stimmung schnell wieder zum Kippen bringen.»