Konflikt um Arktisinsel
Kanzler Merz erwartet Treffen mit Trump am Mittwoch
19.01.2026, 14:18
Im Streit um Grönland will der deutsche Kanzler Friedrich Merz am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos direkt mit US-Präsident Donald Trump sprechen.
«Ich will es nicht, aber wenn es nötig ist, dann werden wir natürlich auch unsere europäischen Interessen, auch unsere deutschen nationalen Interessen schützen», sagte Merz. Es werde sicherlich eine Gelegenheit für ein Treffen geben.
Merz machte deutlich, dass er die Sorge um militärische Sicherheit Grönlands in der längeren Perspektive ernst nehme. Der Christdemokrat wies aber auch darauf hin, dass die USA einmal selbst mehr als 30.000 Soldaten auf Grönland hatten.
«Es sind zurzeit unter 200. Also offensichtlich ist die Bedrohungsanalyse auch der Vereinigten Staaten selbst nicht so dramatisch, wie sie im Augenblick vorgetragen wird. Was nicht heißt, dass sie nicht wieder größer werden könnte», sagte der seit vergangenem Mai amtierende deutsche Regierungschef.
Trump will, dass die USA die Arktisinsel von Dänemark übernehmen, und verweist auf Sicherheitsinteressen.